Bücherregal – Elenor Avelle

Über die Autorin Elenor Avelle

Elenor Avelle ist Autorin und Zeichnerin aus Leidenschaft. Geboren und aufgewachsen ist sie als Österreicherin mit internationalen Wurzeln in Berlin. Mittlerweile lebt sie mit ihrem Mann, zwei Söhnen und tierischem Anhang im ländlichen Baden-Württemberg. Sie schreibt Artikel für ein Lokalmagazin, ist eine fantasiegeladene Träumerin, die sich immer und überall kreativ auslebt. Schreiben, zeichnen und gestalten sind ihre Passionen. In ihr steckt eine hoffnungsvolle Weltverbesserin, die sich gerne in sozialen Projekten für Umwelt, Tier und Mensch einbringt, und auch eine gehörige Portion Nerd. Ihr postapokalyptischer Debütroman „Infiziert – Geheime Sehnsucht“ erschien im Sommer 2017.

1. Infiziert: Geheime Sehnsucht (Die verfallene Welt)

Klappentext:

Denk nicht an die Toten!
Die Menschheit ist tot, ihre Städte verfallen. Die Natur holt sich zurück, was ihr gestohlen wurde. Infizierte beherrschen die neue Welt und jagen die letzten Überlebenden. Charlie ist gut darin, zu überleben und andere am Leben zu halten, denn sie kann sich nicht infizieren. Wieso, das weiß niemand. Nicht einmal sie selbst.
Aber ihre Immunität ist nicht das einzige Rätsel. Wer ist der Schatten, der ihr über die Dächer der Stadt folgt, sich ihr jedoch nie nähert?
Im Kampf um das Überleben ihrer Gruppe und auf der Suche nach Antworten stößt sie auf ein Geheimnis, das größer ist, als sie sich jemals hätte vorstellen können.

 

 

 

 

 

 

Meinung

Das Buch hat alles was eine gute Story braucht: Aktion, Spannung, Romantik und Drama. Auch für nicht Zombi-Fans ist das Buch ein absolutes Muss.
Nichtsdestotrotz gibt es einige kleine Mankos, wodurch „Infiziert“ nicht die volle Punktzahl für mich erreicht hat: Zum Einen gibt es im Laufe des Textes immer wieder lustige Anspielungen zu Filmen, wo ich mich Frage, ob hier nur die Autorin rauszuhören ist oder ob die Protas bei ihrer Vergangenheit wirklich über solch ein Filmwissen verfügen können. Weiterhin gibt es zwei Handlungsstränge – die Story über das Überleben und die Story über Genetic – letzteres ist für mich um einiges spannender gewesen, weswegen ich mir gewünscht hätte, dass Handlungsstrang eins etwas gekürzt worden wäre. Dadurch war der zweite Teil etwas zu kurz und abrupt, aber trotzdem war der Schreibstil flüssig und man wurde geradezu in das tolle Setting hineingezogen. Ich freue mich schon sehr, weiter in die Welt eintauchen und in die Vorgeschichte bei „Gefesselt“ zu versinken zu können.

Mein Voting: Vier von Fünf Libellen

 

2. Gefesselt: Der Anfang (Die verfallene Welt 1)

 Klappentext

Der Ausbruch der Seuche, die die Menschheit vernichtet, ist noch Jahre entfernt, doch schon jetzt werden Entscheidungen getroffen, die in die Katastrophe führen …
Rebecca und ihre Zwillingsschwester sind unzertrennlich – bis Gabriella ein Jobangebot von der Firma Genetics erhält und kurz darauf spurlos verschwindet. Aus sämtlichen Erinnerungen getilgt, glaubt nur noch Rebecca an ihre Existenz. Um der Wahrheit auf den Grund zu gehen, macht sie sich auf die Suche nach den Verantwortlichen, nicht ahnend, in welche Gefahr sie sich begibt. Die Spuren führen sie von Berlin nach London, der Heimatstadt von Gill. Er möchte eigentlich Musik studieren, doch das kommt für seinen dominanten Vater nicht in Frage. Um seinem Einfluss zu entkommen, verpflichtet Gill sich der britischen Armee und wird dort viel tiefer in die Machenschaften von Genetics verstrickt, als ihm bewusst ist.
Rebecca und Gill setzen Dinge in Gang, die sie nicht kontrollieren können – und der Ausbruch rückt unaufhaltsam näher.
Gefesselt – Der Anfang ist der erste Teil eines unabhängigen Prequel Spin-Offs von Infiziert – Geheime Sehnsucht.

Meinung

Wie auch in „Infizert“ versteht es Elenor Avelle ein tolles Setting aufzubauen, interessante Charaktere zu schaffen und einen mit dem flüssigen Schreibstil mitzureißen. Das es im (für mich zweiten Teil) konkreter um Gill und Hulk ging, fand ich klasse. Auch hat mich Penelope, eine der neue Charaktere, begeistert.
Im Endeffekt ist die Story aus der Sicht der zwei Protagonisten abwechselnd erzählt, ohne dass sich die Handlungsstränge wirklich überschneiden. Während ich fieberhaft Gill’s verfolgt habe, konnte mich Rebecca’s Geschichte leider nicht so überzeugen. Ihr „Werdegang“ war für mich sehr abrupt und an einigen Stellen hätte ich mir viel mehr Details gewünscht. Was hat ihre Forschung konkret zur Katastrophe beigetragen? Wie sah ihr Leben tagtäglich bei Genetics aus?
Die gesamte Geschichte ist gut konstruiert, aber dadurch ging die Leichtigkeit, die man in „Infiziert“ hatte, etwas verloren und mir fehlte dadurch die Chance, mich richtig in die Personen hineinzuversetzen. Allerdings freue ich mich sehr auf die Fortsetzung, da ich hoffe, dass weitere Fragen beantwortet werden und man erfährt, was den einzelnen Protas passiert ist.

Mein Voting: 3,5 von 5 Libellen